Aktion: Mut machen!

Einerseits ist es für Patientinnen oft sehr hilfreich, wenn sie Schilderungen anderer Patientinnen lesen können. Andererseits ist es oft sehr heilsam, seine eigenen Erfahrungen einmal aufzuschreiben. 

Wir würden uns freuen, wenn wir mit dieser Seite einen Beitrag zu einem positiven Umgang mit der Erkrankung Krebs leisten können. Schicken Sie uns Ihren Bericht an info@brustzentrum-kiel-mitte.de, machen Sie anderen Mut!

Hier lesen Sie, was andere Frauen schon geschrieben haben. Einen ganz herzlichen Dank allen, die sich bisher beteiligt haben!


Diagnose Brustkrebs - was nun?

Ich war immer ein Mensch, der von sich selbst gedacht hat – wenn mich die Diagnose Krebs trifft, werde ich heulend zusammenbrechen und zu keiner vernünftigen Entscheidung mehr fähig sein -. Gut, geheult habe ich kurz, aber dann erwachte mein Kampfgeist mit dem Motto 
“ Zum sterben bin ich noch zu jung “. Ich habe mit jedem über die Krankheit gesprochen und festgestellt, dass ein offener und zuversichtlicher Umgang mit dem Krebs, Familie, Freunden, Bekannten, Nachbarn und Arbeitskollegen geholfen hat mit mir umzugehen. Ich habe so viel positiven Zuspruch erhalten, Blumen, Glücksbringer, Bücher, Karten, Besuche, Anrufe, auch von Menschen, von denen ich es gar nicht erwartet hatte, dass ich immer mehr gestärkt wurde in meiner Zuversicht.
Mein großes Auffangnetz aber war meine onkologische Praxis, die mir, auch in schwierigen Zeiten, alles abgenommen hat ( allerdings auch jede Menge Blut ), die mich souverän, freundlich und kompetent durch alle Untersuchungen und Behandlungen geführt hat – das gab mir eine große Menge Sicherheit.
Nun hört sich das alles an, als wäre der Krebs nur ein Schnupfen. Ist er nicht ! Auch ich hatte meine traurigen oder “ warum gerade ich “ Momente. Die müssen auch sein, wäre ja sonst auch unnormal, aber sie dürfen einen nicht unterkriegen.
 Ich habe alles getan, was mir empfohlen wurde, um diese Krankheit zu besiegen und hoffe nach OP, Chemo und Bestrahlung, dass der Krebs nicht wiederkommt. Meine Chancen stehen gut, aber wenn doch werde ich ihm wieder genauso entgegentreten.
Allen Frauen die das lesen wünsche ich für die Behandlung Mut, Kraft und eine Prise Humor, denn die lachenden Frauen während der Chemo haben mich sehr beeindruckt.

In jedem Übel steckt auch Gutes –
man muss es nur sehen !


Kopf hoch, positiv denken, der Rest ergibt sich

Hallo,
ich bin 39 Jahre alt und mit 37 Jahren an Brustkrebs erkrankt. Ich bin dann 2007 in der Parkklinik operiert worden. In der ich mich dann sehr wohl und gut betreut gefühlt habe, trotz oder gerade wegen meiner seelischen Verfassung plötzlich nur noch eine Brust zu haben. Im Anschluss bekam ich eine Chemotherapie (TAC , die sind ja Alle verschieden) und Bestrahlungen. Alles habe ich sehr gut überstanden, wenn das Wort „überstanden“ überhaupt zutrifft. Meine anfängliche Angst bezüglich der Übelkeit, die immer angesprochen wird, war unbegründet. Lediglich 3Tage nach jeder Chemo war ich müde und schlapp und verlor mit der 3.Chemo (9 Wochen ) meine Haare. Die kommen aber nach Beendigung der Chemotherapie sofort wieder. Am 5. Tag nach jeder Chemo konnte ich wieder wie gewohnt Einkaufen oder Shoppen gehen, wobei zweites meiner Seele besser gefallen hat. Ich hatte auch immer guten Appetit, so dass ich bis zum Ende der Therapie ca. 5 Kilo zugenommen habe. Die mussten dann im Anschluss bei meinem Kuraufenthalt wieder weichen. Eine Kur würde ich gerne weiterempfehlen, da ich hinterher mit mir und meinem Körper wieder zufrieden war. Aquafitness und Nordic Walking sind nur einige Tipps, um wieder“ fit“ zu werden. Auch meine“ Tischgenossen“ haben zu meinem Wohl beigetragen. Wir hatten viel Spaß zusammen und einige waren sogar noch 10 Jahre jünger als ich! So merkt man, dass man nicht alleine dasteht.
Nun hat mich die Krankheit Ende 2009 erneut eingeholt, dadurch lasse ich mich aber nicht entmutigen. Ich werde sehr gut betreut, was viel wert ist, wenn man einmal die Woche zur Chemotherapie muss (Pactitaxel+ Avastin). Diese vertrage ich noch besser, so dass ich nur am Chemotag müde bin. Jetzt bekomme ich schon 8 Monate die Therapie und meine Haare sind noch immer da, zwar etwas ausgedünnt aber genug um keine Perücke tragen zu müssen. Wobei ich sagen muss, dass mir meine letzte Perücke gut zu Gesicht stand. Also Sie sehen, alles gar nicht so schlimm mit der richtigen Einstellung. Kopf hoch, positiv denken, der Rest ergibt sich.
Ich hoffe, ich konnte den Einen oder Anderen dazu ermutigen auch etwas positives über sich und seine Erlebnisse zu schreiben.
Alles Gute wünscht Ihnen
S.M.

Alles wieder auf START

Vor 6,5 Jahren wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Nach der operativen Beseitigung des Tumors folgten Chemos und Bestrahlung. Nach 5 Jahren ohne Befund hieß es, sei man geheilt.
Ich fühlte mich gut und war zuversichtlich die 5 Jahre locker zu erreichen, als ich eines Tages in der Leiste einen Gnubbel fühlte. Ach, das ist bestimmt ein Leistenbruch – man versucht sich ja irgendwie zu beruhigen. Die folgende OP führte leider zu einem nicht erleichternden Ergebnis. Es haben sich Metastasen im Bauchraum gebildet. Die Enttäuschung war erschütternd. So kurz vor dem Ziel und dann wieder zurück auf Start, so das Zitat meiner Freundin. Ja, das Ganze noch mal durchmachen, waren meine ersten Gedanken. Die Ängste, die Übelkeit, das Spucken hinterher, die Haare die ausfallen, die Schwäche, die fehlende Kondition und und und…, dann das Warum? Was habe ich falsch gemacht? Wieso hat man nie was entdeckt, ich habe doch immer alle Untersuchungen machen lassen. Fragen, auf die irgendwie keine befriedigenden Antworten gefunden werden konnten.
Dann ein Gespräch (von vielen) mit Dr. Schulz. Eine gänzliche Heilung wird es wahrscheinlich nicht geben. Man kann aber die Lebensqualität fördern und es gibt viele Beispiele von Frauen, die noch ein langes Leben haben/hatten.
Mein Motto: Ich will 80 Jahre alt werden! Schmunzeln von Dr. Schulz, er kann das nicht versprechen, wird aber alles dafür tun, (und die Forschung arbeitet unermüdlich an krebsheilenden Mitteln) damit ich mein Ziel erreichen kann.
Mit der Familie, Freunden und Arbeitskollegen besprach ich, dass ich kein Mitleid brauche sondern Vorschläge, Ideen und Unterstützung.
Und es kamen Ideen….
Stell doch deine Ernährung um! Ein Buch von Johanna Budwig wurde gekauft, und ich habe meine Ernährung auf die Quark-Leinöl-Kost umgestellt. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an den Geschmack des Leinöls.
Ein Physiotherapeut (ein Inder) hat mir vom Neembaum erzählt, dessen Öl sogar Mahatma Gandhi geheilt hat. Bei Kräuter Pflug gibt es Neembaum Tee. Da ich die Erfahrung machen durfte, dass der ziemlich bitter schmeckt, trifft das mit der Gewöhnung in diesem Falle nicht zu und ich habe diesen Weg wieder verworfen.
Mein Vater hat aus Asien ein Mittel mitgebracht das gegen alle Krankheiten hilft – schmeckte echt widerlich!!!! Er sprach mit vielen Leuten – und kam mit einer Empfehlung zurück. Ich soll Akkupunktur zur Förderung des Immunsystems machen. Ich ging zum Heilpraktiker und bekam Akkupunktur. Danach fühlte ich mich ganz gut.
Lass dich psychologisch betreuen. Ich habe eine tolle Psychologin gefunden die meine Ängste und seelischen Tiefs auffängt.
Ich Lebe nicht mehr nach Diäten, verpflege mich aber moderat. Ich höre in mich hinein und versuche auf die Tumore Einfluss zu nehmen.
Bei all diesen Experimenten habe ich Unterstützung von allen Seiten. Meine Familie, die sich ihre Sorgen nicht anmerken lässt und trotzdem rücksichtsvoll und liebevoll meine Launen erträgt.
Nicht zuletzt die vielen Freundinnen und Freunde die viel zu meinem Seelenheil beitragen.
Nach Krebsbehandlungsmethoden in Tablettenform und langen Verhandlungen mit Dr. Schulz kam dann doch die „nie wieder gewollte“ Chemo und der ebenfalls nicht gewollte Port. Im Nachhinein bin ich froh diesen Port zu haben!
Die Tumore schrumpften! Der Tumormarker sank rapide und das CT ergab einen erfreulichen Befund. Ich fühlte mich wie auf der Überholspur…
Nach „noch mal drei angeordneten und dann schauen wir mal“ Chemos stieg der Tumormarker wieder in schwindelnde Höhe. Ein MRT ergab vermehrte und vergrößerte Tumore.
Nun der altbekannte Satz: Zurück auf Start! Das ist wie beim -Mensch ärgere dich nicht- Spiel. Neu würfeln und los geht´s.
Es gibt noch ganz viele Chemotherapien sagt Herr Dr. Schulz. Das Vertrauen in ihn und die Forschung ist groß.
Mein eigenes Leben, trotz einiger Niederlagen, (Scheidung) ist schön. Ich hatte Erfolg im Beruf, habe einen Teil des asiatischen Auslands intensiv  kennen gelernt und entdecke die Unterwasserwelt. Dinge, die meinen Optimismus und meine Lebenslust beflügeln.
Vor kurzem bin ich 50 Jahre alt geworden, und mein Ziel ist nach wie vor, 80 Jahre alt zu werden! Mit Hilfe von Herrn Dr. Schulz, der Forschung, meiner Familie, sowie Freundinnen und Freunden, werde ich nicht aufgeben an diesem Ziel zu arbeiten.
S.L.S.


Mal was zum Schmunzeln...

Im Moment gibt es ein Lied auf NDR2, das einen Refrain hat mit ungefähr folgenden Worten: Das geht raus an alle Spinner, wir sind die Gewinner, kennen keine Limits, ab heute, für immer …

Ich möchte jetzt niemanden überreden, Mann, Haus, Job und Kinder zu verlassen, den Rucksack zu packen und in Indien zu neuen Ufern aufzubrechen, aber ich möchte auch an dieser Stelle unbedingt sagen, leben Sie Ihr Leben, machen Sie Dinge, die Ihnen Spaß machen, denn das Leben ist großartig.

Das habe ich eigentlich schon immer gewusst, doch die Krankheit hat meine Sichtweise schon verändert. Ich bin auch auf einmal wichtig, stelle Anforderungen an mich und meine Umwelt und bin  nicht nur dafür da, die anderen glücklich zu machen. Das macht mich vielleicht weniger flauschig als vorher aber am Ende zufriedener.

Ich habe auch nie vorher so viele starke und optimistische Frauen getroffen, wie in der Reha, die ich auch jedem nur ans Herz legen möchte. Die trotz Amputation eine so umwerfende Ausstrahlung haben, weil sie um ihre Stärke wissen, sich nicht über das Aussehen definieren und leben wollen.

Dass auch das Lachen nicht zu kurz kommt, beweist die folgende kleine Geschichte:

Meine Diagnose (Brustkrebs, Amputation einer Seite) bekam ich im Januar 2008, kurz nach dem 8. Geburtstag meines Jüngsten. Um ihn nicht zu ängstigen, habe ich ihn immer nur Stück für Stück darüber informiert, was mit mir passieren wird. Natürlich auch die vermeintlich schreckliche Sache mit dem Haarverlust.

Nun müssen Sie wissen, dass ich vor der Chemo einen halblangen, wuscheligen Lockenkopf hatte, der meinem Sohn sehr gefiel. Er hatte großen Kummer bei dem Gedanken, dass seine Mama nun bald Glatze haben sollte. Witzigerweise konnte es ihm dann aber gar nicht schnell genug gehen. Mit Beginn der Chemo fragte er ziemlich jeden Morgen: Mama, wann hast du denn jetzt Glatze?

Endlich war es soweit, der Gang zum Friseur, die Perückenauswahl (plötzlich sah ich aus wie Tina Turner, glatt gefönt, hihi) und mein lachendes Kind, als er mich das erste Mal sah.

Jetzt müssen sie außerdem wissen, dass mein Sohn gerne mal Baron Münchhausen Konkurrenz macht, was seine Freunde natürlich mittlerweile heraus bekommen hatten.
Am nächsten Tag in der Schule ist ihm dann das Lachen vergangen.

Er kam nach Hause, stellte sich mit rotem Kopf und empörtem Gesichtsausdruck vor mich hin, Tränen in den Augen, zitternde Unterlippe und klagte mir sein Leid: Mama, um 15.00h kommen Tom, Tim und Bjarne. Kannst du dir vorstellen, die glauben mir nicht, dass du Glatze hast. Ist das nicht gemein? Da habe ich gesagt, kommt doch mal gucken…

Bilderausstellung vom Orientierungstag 2010

>> Los gehts!

Prüfungsstress und Krebs

Hallo, dies ist meine Geschichte, ich war damals 49 Jahre, meine Aussichten sind gut, der Rest wird sich zeigen. Im Juni 2009 ertastete meine Frauenärztin in meiner linken Brust einen Knoten. Anfang Oktober bekam ich dann die Diagnose Brustkrebs und wurde eine Woche danach in der Parkklinik operiert. Wirklich schockiert hat mich die Diagnose nicht, denn drei meiner Tanten hatten ebenfalls schon Brustkrebs, so dass es nicht ganz unerwartet für mich war. Ende November begann dann meine Chemo. Ich bekam sechs Zyklen. Zum Leidwesen meiner Tochter, denn die Zweite war einen Tag vor ihrem Geburtstag, so dass sie mit dem Feiern Rücksicht nehmen musste, zumal ich mich an diesem Tag das erste Mal mit Perücke zeigte. Die letzten beiden Chemos betrafen dann wieder meine Tochter, denn einen Tag danach schrieb sie ihre Abi-Klausuren, wofür ich sie noch abhören musste. Zum Glück hielten sich meine Nebenwirkungen in Grenzen, die ersten 2-3 Tage war mir immer schlecht, dies kompensierte ich dann mit essen, trinken, oder schlafen. Mitte März war ich mit der Chemo durch. Da ich eine Brusterhaltende Operation hatte, folgte nach ca. 5 Wochen die Strahlentherapie. Meine letzte Strahlentherapie bekam ich dann an dem Tag wo meine Tochter die Abiturprüfung hatte. Ich habe immer gehadert, dass ich ausgerechnet 09/10 den Brustkrebs hatte, denn es war das Abschlussjahr meiner Kinder. Mein Sohn (18) und meine Tochter (22) haben es dennoch nicht als Belastung angesehen und mir trotz ihres Prüfungsstresses tatkräftig geholfen. Und im Nachhinein war es vielleicht sogar gut das Jahr getroffen zu haben, denn so behielt ich einen vernünftigen Rhythmus bei, da das für mich und meine Kinder wichtig war. So waren dann auch die Abschlussfeiern meiner Kinder irgendwie ein Abschluss für mich, denn es waren die letzten Male das ich meine Perücke aufsetzten musste (leider, lieber wäre ich mit meinen eigenen Haaren dagewesen). Im Sommer war ich dann in der Reha. Dort lernte ich nette Leute kennen mit denen ich mich die drei Woche lang super entspannen konnte. Ich kann jedem empfehlen sich auf seine Familie zu verlassen, denn ohne diesen Rückhalt, wäre die Zeit für mich sicherlich nicht so schnell vergangen. Aber auch das Praxisteam des Brustzentrum Kiel-Mitte war und ist auch weiterhin für mich und meine Fragen da. Alles Gute allen die es noch vor sich haben. S.K.

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