Brustkrebsnachsorge - ein wichtiges Thema!

Es gibt leider nur wenige aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Nachsorge. Viele Fragen sind letztlich unbeantwortet. Wichtig ist sicher, sich bewusst zu machen, dass auch nach einer Brustkrebserkrankung ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Brustkrebs besteht. Dieser kann wieder in der betroffenen Brust, aber auch in der anderen Brust oder in anderen Organen des Körpers auftreten. Zudem ist das Risiko für andere Krebserkrankungen - wie etwa Eierstockkrebs - erhöht. Daher können die Symptome auch sehr vielfältig sein. Unklare Beschwerden sollten unverzüglich beim Gynäkologen abgeklärt werden.

Eine wichtige Bedeutung kommt der monatlichen Selbstuntersuchung zu. Sie unterstützt die aktive Verarbeitung der Situation und schärft die Sensibilität für den eigenen Körper. Zudem ist sie eine technikferne Methode, die einen wichtigen Beitrag zum Körpergefühl der Frau leisten kann.

Alle drei Monate sollte sich die Frau bei dem Gynäkologen ihres Vertrauens, den Sie sich für die Nachsorge gewählt hat, vorstellen. Dieser konstante Bezug ist wichtig für das Vertrauensverhältnis und die Beurteilung des Verlaufs. Bei Auffälligkeiten sollte eine sofortige Vorstellung möglich sein. Häufig wird die Nachsorge durch die vorbehandelnde Gynäkologin durchgeführt. In manchen Fällen kann die Einbeziehung eines Gynäkologischen Onkologen sinnvoll sein. Die Rollenverteilung sollte zu Beginn der Nachsorge klar angesprochen und geregelt werden.

Die Aufgaben der Nachsorgeuntersuchungen sind     


Die Bereiche „Beratung und Begleitung"  haben den größten Stellenwert in der Nachsorge. Dies umfasst auch die Erörterung und effektive Behandlung möglicher Nebenwirkungen und Probleme mit den laufenden Therapien, etwa den antihormonellen Therapien. Die Patientin sollte dabei stets zur Fortführung der Therapie ermutigt werden.

Der nachsorgende Arzt wird regelmäßig Mammographien durchführen lassen. Bei brusterhaltender Operation sind diese in den ersten drei Jahren alle sechs Monate notwendig, um einen erneuten Krebs in der Brust (Lokalrezidiv) möglichst früh zu erkennen. Die nicht befallene Brust wird jährlich mammographiert. Nach drei Jahren wird jährlich eine beidseitige Mammographie veranlasst. Alle weiteren apparativen Untersuchungen werden nicht schematisiert durchgeführt. Grundsätzlich gilt, dass sie nur bei Verdacht auf ein Rezidiv bzw. eine Metastasierung oder bei Beschwerden durchgeführt werden. Ob dies für alle Brustkrebspatientinnen unabhängig von ihrem Risiko gleichermaßen so formuliert werden kann, ist Gegenstand aktueller Diskussionen. Das gilt auch für die Bestimmung von Laborwerten, insbesondere von Tumormarkern. Der Nutzen ist unklar, die Bestimmung bringt auch mögliche Nachteile mit sich und sollte mit der Patientin vorab erörtert werden.

Lesen Sie bitte weiter über die Nachsorge an unserem Brustzentrum.

Hier finden Sie die Empfehlungen zur Nachsorge aus der S3-Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau" der Deutschen Krebsgesellschaft.


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