Familiärer Brustkrebs

Bei etwa 4% der Patientinnen mit Brustkrebs liegt eine ursächliche Veränderung der Erkrankung in einem Brustkrebsgen vor. Bei der erblichen Form des Brustkrebses kann der Brustkrebs bereits sehr früh auftreten, manchmal schon vor dem 30. Lebensjahr. Typischerweise sind in den Familien mehrere Frauen betroffen. Neben dem Brustkrebs findet sich auch der Eierstockkrebs in diesen Familien gehäuft,

Zwei derzeit gut bekannte Brustkrebsgene heißen BRCA1 und BRCA2. Trägt das Gen eine Veränderung (Mutation), so kann Brustkrebs leichter entstehen.

Das Vorliegen einer Veränderung in einem Brustkrebsgen führt nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung. Die Wahrscheinlichkeit, einen Krebs zu entwickeln, ist jedoch deutlich erhöht. Beispielsweise haben Frauen mit Mutation im BRCA1-Gen ein Risiko von 65%, im Laufe Ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken, beträgt 40%.

Ob eine Testung der Brustkrebsgene bei Ihnen Sinn macht, hängt zum einen von Ihrem statistischen Risiko ab, eine Genmutation aufzuzweisen, zum anderen aber auch davon, was ein auffälliger Genbefund für Ihre Lebensführung bedeuten würde. Daher führen wir Genanalysen nur nach einer ausführlichen humangenetischen Beratung durch.

Wir sind uns bewusst, dass diese Testungen für Sie emotional sehr belastend sein können. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Beratungstermine kurzfristig für Sie zur Verfügung stellen zu können und Untersuchungsergebnisse schnellstmöglich vorliegen zu haben.



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