Medikamentöse Tumortherapie - Grundlagen (I)

Bei der medikamentösen Tumortherapie muss zunächst die Behandlungssituation und damit das Therapieziel beachtet werden:

Bei der adjuvanten Behandlung folgt die Therapie der Operation eines frühen Brustkrebses. Ziel ist die Verringerung der Gefahr eines Rezidives und die Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit. In dieser Situation ist ein Brustkrebs heilbar. Obwohl keine adjuvante Therapie 100-prozentige Sicherheit bietet, lässt sich die Prognose meist deutlich verbessern.

Sie ähnelt der adjuvanten Therapie, nur geht sie der Operation voraus. Nach den vorliegenden Studien sind adjuvante und neoadjuvante Therapie in ihrer Wirkung gleichwertig. Zumindest bei größeren Tumoren wird oft die neoadjuvante Therapie bevorzugt, weil sie bei Ansprechen die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine brusterhaltende Operation durchgeführt werden kann.

Der Tumor liegt in einem fortgeschrittenen Stadium vor. Obwohl Heilungen auch in dieser Situation beschrieben sind, ist dies mit den heutigen Mitteln der palliativen Medizin kein realistisches Therapieziel. Es geht vielmehr um die Verlängerung des Überlebens bei einer aus Sicht der Patientin akzeptablen Lebensqualität. Die chronische Erkrankung soll in ihren Auswirkungen für die Frau beherrscht werden, so dass sie ein möglichst normales Leben führen kann. Dieses ist mit den heute verfügbaren onkologischen Behandlungsformen oft sehr lange möglich.



Ihr direkter Draht




Navigation

Suche

  
Login