Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie behandelt man mit Substanzen, die Zellen, die sich gerade teilen, dauerhaft schädigen sollen. Tumorzellen teilen sich relativ schnell, sind also meist empfindlich für Chemotherapie. Andere Körperzellen, die sich auch schnell teilen, werden ebenso betroffen. Das können die blutbildenden Zellen des Knochenmarks sein oder auch Haarwurzeln. Eine Chemotherapie wirkt also leider nicht sehr gezielt.

Aus der medikamentösen Brustkrebstherapie ist die Chemotherapie heutzutage nicht wegzudenken. Ihre Domäne ist die adjuvante Therapie. Sie ist umso wirksamer, je schneller ein Tumor wächst. Dieses trifft insbesondere für den Brustkrebs junger Frauen oder auf hormonunabhängige Tumore zu. Darüber hinaus hängt der Einsatz einer Chemotherapie vom Ausbreitungsgrad des Krebses ab. Je mehr etwa die Lymphkoten befallen sind, desto größer ist das Risiko der Frau und desto eher wird eine Chemotherapie empfohlen.

Abzuwägen ist der Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie gegen ihre Risiken und Nebenwirkungen. Daher wird man bei sehr guter Prognose - etwa bei einem kleinen, rezeptorpositiven Tumor einer älteren Frau - vielleicht auf eine Chemotherapie verzichten. Es ist immer eine Frage des Einzelfalls und auch des Patientinnenwunsches.

In der palliativen Situation bei Metastasen greift man bei hoher Bedrohung der Frau oder aber bei hormonunabhängigen Tumoren auf eine Chemotherapie zurück. Nach Möglichkeit wird man versuchen, auf nebenwirkungsärmere Therapien wie eine antihormonelle Behandlung auszuweichen.


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