Gezielte Tumortherapie (Targeted Therapy)

Gezielte Tumortherapien werden zunehmend entwickelt und in der adjuvanten und palliativen Tumortherapie eingesetzt. Sie stellen zumeist faszinierende moderne Ansätze der medikamentösen Tumortherapie dar. Sie greifen jeweils an bestimmten Punkten gezielt in den Stoffwechsel der Tumorzellen ein. Insbesondere, wenn man vorab bei der Gewebeuntersuchung testen kann, ob der jeweilige Tumor auf eine bestimmte gezielte Tumortherapie anspricht, kann sich das Therapieergebnis deutlich verbessern. Ein Beispiel ist das Trastuzumab, ein Antikörper, der die Wirkung einer Chemotherapie deutlich erhöht, wenn der Tumor vermehrt HER2-Rezeptoren auf der Zelloberfläche aufweist.

Zur Zeit kommen in schneller Folge neue Substanzen auf den Markt. Der Druck durch die pharmazeutische Industrie ist nicht unerheblich. Leider sind nicht alle Substanzen so gezielt wirksam, oft werden auch körpereigene Zellen betroffen. Die Nebenwirkungen gezielter Tumortherapien unterscheiden sich in Art und Management von denen der Chemotherapien oder antihormonellen Therapien und können beträchtlich sein. Diese Behandlungsformen gehören daher in die Hand eines erfahrenen Zentrums.

Leider kann das Ansprechen eines Tumors auf eine bestimmte Therapie nicht immer vorab getestet werden. Das macht den Einsatz angesichts der Vielfalt der Therapeutika schwierig und ist zur Zeit Gegenstand intensiver Forschung.


Ihr direkter Draht




Navigation

Suche

  
Login