Früherkennung des Brustkrebses - hier sind Sie gefragt!

Die Früherkennung beginnt damit, dem Thema nicht aus dem Weg zu gehen. Setzen Sie sich damit auseinander, ob - und wenn ja - welche Risikofaktoren bei Ihnen vorliegen. Sollten bei Ihnen Hinweise auf ein familiär erhöhtes Brustkrebsrisiko vorliegen, sprechen Sie bitte Ihren Gynäkologen darauf an. In diesem Fall ist unter Umständen eine genetische Untersuchung erforderlich. Diese sollte jedoch nur nach reiflicher Überlegung und ausführlicher humangenetischer sowie psychologischer Beratung erfolgen.
Beachten Sie bitte, dass Frauen, die eine Brustkrebserkrankung erleiden, in den meisten Fällen keine auffälligen Risikofaktoren aufweisen. Es gilt also, auch dann sorgfältig mit dem Thema Früherkennung umzugehen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber Sie können Einfluss auf Ihr Risiko nehmen.


Zu Beginn steht die monatliche Selbstuntersuchung. Alle Frauen sollten sie jedes Mal nach Ende der Regel durchführen. Alle Veränderungen an Ihrer Brust müssen beachtet werden. Das können Knoten, Hautveränderungen, Rötungen, offene Stellen, Sekretion aus der Brustwarze oder auch Lymphknotenveränderungen in der Achselhöhle sein. Wenn Ihnen etwas auffällt, lassen Sie es bei Ihrer Frauenärztin abklären. Bitte keine Panik: In den allermeisten Fällen handelt es sich nicht um bösartige Erkrankungen.


Ein wichtiger Baustein der Früherkennung ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Gynäkologen. Auch hier wird die Brust sorgfältig angesehen und abgetastet. Ein Grund mehr, die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchführen zu lassen.


Zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr steht Ihnen zudem alle zwei Jahre eine Screeningmammographie zu. Diese ist wichtig, da es Veränderungen an der Brust gibt, die häufig sehr früh auf einen Brustkrebs hinweisen, die aber nur in der Mammographie zu erkennen sind. Vor dem 50. Lebensjahr ist der Nutzen der Mammographie oft kleiner und muss sorgfältig gegen die Risiken der Untersuchung abgewogen werden.


Bei einem auffälligen Befund stehen dem Facharzt eine Reihe weiterer diagnostischer Verfahren zur Verfügung: Mammographie, Mammasonographie und Mamma-MRT. Sollte sich der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung erhärten, wird in der Regel eine Probenentnahme durchgeführt, um Klarheit zu erlangen.


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