Risikofaktoren für eine Brustkrebserkrankung

Obwohl die Risikofaktoren für Brustkrebs nur schwer zu beeinflussen sind, ist es wichtig, sie zu kennen, um das individuelle Risiko einschätzen zu können. Folgende Faktoren sind relevant:


Alter: Das Brustkrebsrisiko nimmt mit dem Alter zu. Daher sind Sie für eine Vorsorgeuntersuchung auch nie zu alt.
Vorherige Brustkrebserkrankung: Nach einer Brustkrebserkrankung ist das Risiko für einen erneuten Brustkrebs deutlich erhöht, es liegt auch nach Jahren noch bei 1-2% pro Jahr. Daher sind engmaschige Nachsorgeuntersuchungen und Selbstuntersuchungen besonders wichtig.
Vorherige Eierstockkrebserkrankung: Auch hier ist das Brustkrebsrisiko erhöht.
Familiäre Belastung: Haben Familienmitglieder eine Brustkrebserkrankung erlitten, ist das Risiko erhöht. Dieses gilt insbesondere, wenn mehrere Familienmitglieder erkrankt sind. Hierbei ist auch die väterliche Linie zu beachten. Ein besonders hohes Risiko liegt vor, wenn bei Ihnen eine genetische Mutation des BRCA1- oder BRCA2-Gens nachgewiesen wurde. Dies lässt sich nur mit einer genetischen Untersuchung nachweisen.
Risikoveränderungen: Bestimmte Veränderungen an der Brust sind mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden, obwohl sie operativ entfernt wurden. Sind Sie schon einmal an der Brust operiert worden, so fragen Sie bitte Ihren Facharzt, ob eine solche Veränderung bei Ihnen vorliegt. Eine Operation aufgrund einer gutartigen Veränderung an der Brust erhöht Ihr Risiko nicht.
Hormone: Die Einnahme von östrogenhaltigen Hormonersatzpräparaten erhöht das Brustkrebsrisiko. Dies gilt auch für andere Faktoren, die zu einer längeren Östrogenwirkung auf Ihre Brust führen, wie etwa ein frühes Einsetzen oder spätes Ausbleiben der Periode. Für östrogenhaltige Verhütungsmittel ("Pille") ist diese Risikoerhöhung jedoch nicht nachgewiesen. Kinderlosigkeit oder eine späte erste Geburt erhöhen das Risiko ebenfalls.
Lebensstil: Übergewicht erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung nach den Wechseljahren. Das Gleiche gilt für übermäßigen Alkoholkonsum und zu wenig Bewegung. Regelmäßiger Sport hingegen senkt nachweislich das Risiko von Brustkrebs.


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