FAQ: Psychoonkologie und Selbsthilfe

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Was kann ich selbst gegen meine Krebserkrankung tun?

Versuchen Sie nach Möglichkeit, aktiv mit Ihrer Situation umzugehen. Gehen Sie auf andere zu, verstecken Sie sich nicht. Treiben Sie Sport, gehen Sie unter Menschen. Achten Sie auf Ihre Ernährung, ohne dabei dogmatisch zu werden. Alles das kann helfen. Aber gestehen Sie sich auch die Momente zu, in denen für all das scheinbar die Kraft fehlt. Die gehören dazu. Versuchen Sie sich folgende Frage zu beantworten: was in Ihrem Umfeld kann Sie stützen? Wenn Sie gar nichts sehen schauen Sie vielleicht nicht genau genug hin...

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Eine spezielle Anti-Krebs-Diät gibt es leider nicht. Ernähren Sie sich vitamin- und ballaststoffreich, dafür aber fettarm. Essen Sie ausreichend viele kleine Mahlzeiten. Während einer Chemotherapie vermeiden Sie bitte zu stark gewürzte und zu heiße Speisen. Gerade jetzt ist wichtig: das Auge isst mit! Richten sie sich Ihr Essen schön her, auch wenn Ihnen das zunächst zu aufwendig erscheint.

Nach der Chemotherapie ist wichtig: versuchen Sie wenn nötig Ihr Gewicht zu normalisieren. Vermeiden Sie aber zu aggressive Diät, Hungern ist Unsinn.

Was bringen Sport und Bewegung?

Es ist nachgewiesen, dass Sport und Bewegung das Gesundwerden und -bleiben fördern. Auch das Immunsystem wird aktiviert. Ausdauersprt ist dabei besser als Hochleistungssport. Optimalerweise bewegen Sie sich an der frischen Luft und mit anderen Menschen zusammen. Und denken Sie daran: nicht einmal ganz viel Sport, sondern lieber öfter ein bisschen.

Muss ich zum Psychoonkologen?

Müssen Sie nicht, können Sie aber. Oftmals bringt das hilfreiche Impulse von aussen. Und manchmal ist es auch angenehm, nicht gleich mit den vertrauten Angehörigen zu reden. Probieren Sie es doch einfach aus.

Hab ich Anspruch auf sozialmedizinische Hilfen?

Ja, zum Beispiel auf eine Anschlussheilbehandlung oder auf einen Schwerbehindertenausweis. Lassen Sie sich von unserem Sozialdienst beraten.

Warum sollte ich in eine Selbsthilfegruppe gehen?

Weil es manchmal hilft, Menschen in der gleichen Lage zu treffen. Weil reden helfen kann. Weil man dort viel Spaß haben kann und lachen hilft. Und noch aus tausend anderen Gründen - finden Sie sie heraus.

Soll ich Familie, Freunde mit einbeziehen?

Wenn immer es geht ja. Meistens spart es viel Kraft und bringt viel Unterstützung. Verstecken ist dagegen fast immer die schlechtere Alternative. Aber oft ist das alles leichter gesagt als getan. Wir helfen Ihnen gern, sprechen Sie uns an!

Was bringen komplementäre Verfahren?

Die meisten dieser Behandlungsverfahren sind gemessen an den Anforderungen an die Erbrobung eines schulmedizinischen Medikamentes in ihrer Wirksamkeit nicht sicher belegt. Dennoch berichten immer wieder Patientinnen über ein Verfahren, das ihnen sehr geholfen hat. Dabei ist nicht jede Behandlungsform für jede Frau das Richtige. Gut an den meisten der Methoden ist, dass sie Patientinnen die Möglichkeit geben, selbst etwas zu tun. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie unseren Rat wünschen.

Wie entscheide ich, welches Angebot seriös ist?

Das ist nicht einfach. Es gibt eine unüberschaubare Fülle von Angeboten. Grundsätzlich gilt: wenn Ihnen das herausragende Verfahren angeboten wird, von dem jedoch noch kaum jemand gehört hat, das dafür aber viel Geld kostet, dann Vorsicht! Sprechen Sie uns gern an, wir beraten sie gern!

Sollte mein Onkologe von meinen komplementären Behandlungen erfahren?

Unbedingt! Ein guter Onkologe ist für Ihre Bedürfnisse offen, egal, was er von der einen oder anderen Methode hält. Darüber hinaus können kmoplementäre Methoden die Wirkung und die Nebenwirkungen schulmedizinischer Behandlungen beeinflussen. Daher muss ihr behandeln der Arzt Bescheid wissen.

Ich möchte einen Heiler in Anspruch nehmen...

Dann sollten Sie es tun. Der spirituelle Hintergrund eines Krebskranken kann sehr wichtig und hilfreich sein, wie bei jedem gesunden Menschen auch. Vielleicht mögen Sie uns einbinden? Manchmal können sprituelle Behandlungen auch mit schulmedizinischen Verfahren in Konflikt geraten. Dann ist Vorsicht geboten, sprechen Sie offen mit uns.

Brauche ich eine Patientenverfügung?

Nicht jede Frau, die einmal Brustkrebs hatte, braucht gleich eine Patientenverfügung. Andererseits gibt es Stadien einer fortgeschrittenen Erkrankung, wo es sehr erleichternd sein kann, offen über das "was will ich, wenn..." zu reden. Da kann es auch gut sein, das schriftlich in Form einer Patientenverfügung bzw. einer Betreuungsvollmacht zu fixieren. Auch hier beraten wir Sie gern.



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