FAQ: Fragen zur Chemotherapie

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Der Tumor ist doch entfernt. Warum soll ich eine Chemotherapie machen?

In einem solchen Fall dient eine Chemotherapie dazu, eventuell noch im Körper befindliche Tumorzellen (die man nicht sicher nachweisen kann) zu zerstören. Gerade in solchen Situationen verbessert eine Chemotherapie Ihre Heilungschance.

Kann Chemotherapie heilen?

Sie kann die Heilungschancen deutlich erhöhen, ja. Aber es kann auch sein, dass Sie auch ohne Chemotherapie keinen Rückfall erleiden, oder dass Sie trotz Chemotherapie wieder erkranken. Hundertprozentige Sicherheit gibt es leider nicht. Ihr Behandler wird immer Chancen und Risiken mit Ihnen gemeinsam sorgfältig erörtern. Gemeinsam wird dann die Entscheidung getroffen.

Welches sind die häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie?

Häufig aber nicht immer findet sich Haarverlust. Ubelkeit und Erbrechen können auch auftreten, sind aber heute medikamentös sehr gut behandelbar. Außerdem sind Chemotherapien häufig mit Blutbildverschlechterungen verbunden, welche das Infektionsrisiko erhöhen. Allgemein ist man zumindest in den ersten Tagen nach der Chemotherapie nicht so belastbar. Es gibt noch viele weitere mögliche Nebenwirkungen, die sehr von den jeweils verwendeten Substanzen abhängen und meist seltener sind. Wichtig ist, dass Sie im Zweifel immer frühzeitig Ihren Behandler über ein Problem informieren.

Kann ich selbst etwas tun, um die Verträglichkeit zu verbessern?

Ja. Wichtig ist, sich nicht vorher verrückt zu machen. Sprechen Sie mit uns. Wichtig ist auch, bei Problemen frühzeitig den Behandler zu informieren. Darüber hinaus kann man sagen, dass es gut ist, mit anderen Menschen über seine Ängste und Gefühle zu reden. Viel bringen auch ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mehr Informationen brauchen.

Gibt es Medikamente gegen Nebenwirkungen?

Nur durch diese Medikamente sind Chemotherapien so durchführbar, wie wir es heute machen. Besonders in der Behandlung der Übelkeit hat sich viel getan. Einige dieser Medikamente bekommen Sie je nach Therapie bereits von Anfang an. Andere geben wir Ihnen bei Bedarf mit nach Hause. Wenn doch Probleme auftreten sprechen Sie uns an. Wir werden Ihre Begleitmedikation dann den Erfordernissen anpassen.

Wovon hängt es ab, ob ich eine Chemotherapie bekomme oder nicht?

Das ist schwer allgemein zu sagen. Grundsätzlich kann man sagen, dass Sie eher dann eine Chemotherapie bekommen, wenn Ihr Rückfallrisiko größer ist und der Nutzen einer Chemotherapie wahrscheinlich erscheint. Konkret bedeutet das, das Sie besonders dann eine Chemotherapie empfohlen bekommen, wenn Sie jünger sind oder der Tumor schon fortgeschritten ist oder der Tumor besonders bösartig erscheint. Auch beim Vorliegen von gefährlichen Metastasen kann eine Chemotherapie angezeigt sein.

Was mache ich, wenn es Probleme gibt?

Sprechen Sie uns an, informieren Sie uns. Jede Patenteninformation enthält die Notfallnummern. Auf dieser Seite finden Sie sie unter "Kontakt".

Kann ich während einer Chemotherapie arbeiten?

Das hängt von der geplanten Chemotherapie und von ihrem Arbeitsplatz ab und ist somit immer eine Einzelfallentscheidung. Sprechen Sie uns an. Vielleicht kann man sagen, dass Sie wenn immer möglich die ersten Wochen nicht arbeiten sollten, damit Sie sehen, wie Sie die Therapie vertragen.

Was ist eigentlich ein Port?

Ein Port ist eine Art kleine Plastikdose, die innen hohl ist und oben mit einer dicken Gummimembran verschlossen ist. Von dieser Dose geht dann ein dünner Plastikschlauch ab, der meist in die Vene unter dem Schlüsselbein eingeführt wird. Ein Port wird in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose ambulant eingesetzt, um darüber sicher eine Chemotherapie durchführen zu können. Insbesondere bei schlechten Venen oder sehr aggressive Substanzen spricht vieles für einen Port. Ist er erst einmal eingesetzt kann man damit sogar baden, es schaut nichts aus der Haut heraus. Ist die gesamte Chemotherapie beendet läßt sich der Port leicht wieder entfernen.

Kann Chemotherapie auch dauerhafte Schäden nach sich ziehen?

Ja, aber das ist selten. Wichtig sind mögliche Organschäden, Thrombosen oder Infektionen. Dieses hängt sehr von der verwendeten Substanz ab. Allerdings werden diese Risiken immer viel kleiner sein als das sonst vorhandene größere Risiko eines Wiederaufflackern der Krebserkrankung.

Kann ich während einer Chemotherapie in Urlaub fahren?

Oft ja, aber das muss sehr genau geplant werden. Nicht gut sind weite Reisen ins Ausland. Nicht gut ist auch eine Verschiebung der Chemotherapiegabe, da dieses die Wirksamkeit beeinflussen kann. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

Worauf muss ich während einer Chemotherapie besonders achten?

Halten Sie die gegebenen Empfehlungen ein. Führen Sie die notwendigen Blutbildkontrollen durch. Stellen Sie sich bei Problemen umgehend bei uns vor. Besondere Beachtung verdient dabei Fieber, da Ihre Abwehrkraft während einer Chemotherapie vermindert ist.

Kann ich während einer Chemotherapie schwanger werden?

Ja. Das gilt auch, wenn ihre Regelblutung während der Chemotherapie aussetzt. Daher ist eine absolut sichere Verhütung während einer Chemotherapie unbedingt notwendig. Im Falle einer Schwangerschaft kann das Kind schwere Schäden erleiden. Und Sie könnten wegen der Schwangerschaft nicht optimal weiterbehandelt werden!



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