FAQ: Die Zeit der Nachsorge

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Muss ich wirklich so oft zur Nachsorge? Der Tumor ist doch weg.

Nachsorge dient Ihrer Sicherheit. In den ersten Jahren sollten Sie alle drei Monate zur Untersuchung erscheinen. Auch Mammographien werden nach einem festen Schema durchgeführt. Auch wenn der Tumor komplett entfernt wurde (was meistens gelingt), ist das Risiko eines Rückfalls auch Jahre später deutlich erhöht.

Sollten Tumormarker bestimmt werden?

Die Bestimmung von Tumormarkern in der Nachsorge einer Brustkrebserkrankung ist sehr umstritten und kann nicht generell empfohlen werden.

Was passiert, wenn Tumormarker erhöht sind?

Die sogenannten Tumormarker sind sehr unspezifisch, das heisst, sie können auch aus vielen anderen Gründen, die nichts mit Brustkrebs zu tun haben, erhöht sein. Wenn Tumormarker bestimmt werden und dann erhöhte Werte gefunden werden entschließt man sich in den meisten Fällen dazu, die wichtigsten inneren Organe zu untersuchen. Finden sich keine auffälligen Befunde sollte zunächst abgewartet werden.

Sollten die Organe auch untersucht werden?

Die Brust wird in der Nachsorge regelmäßig untersucht. Andere Organe wie Lunge, Leber oder Knochen gehören nicht zur routinemäßigen Nachsorge. Sie werden nur in besonderen Situationen oder bei Beschwerden untersucht.

Ist die Strahlenbelastung durch die Mammographien nicht zu hoch?

Nein. Heute ist die Strahlenbelastung durch eine Mammographie auf jeden Fall wesentlich kleiner als das Risiko, das durch eine unterbliebene Untersuchung entsteht.

Wo soll ich die Nachsorgeuntersuchungen durchführen lassen?

Wichtig ist, dass Sie sich kompetent beraten und menschlich gut aufgehoben fühlen. Auch sollten Sie wechselnde Untersucher vermeiden. Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patientin ist eine gute Basis für eine Nachsorge.

Wann beginnt die Nachsorge eigentlich?

Die Nachsorge beginnt direkt nach der Operation. Sollte bei Ihnen eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie notwendig sein wird der Beginn der Nachsorge durch den jeweiligen Behandler koordiniert.

Was versteht man unter risikoabhängiger Nachsorge?

Hierunter versteht man eine Nachsorge, die sich im Umfang an der Tumorbiologie des Brustkrebses und dem Erkrankungsstadium orientiert. Sie berücksichtigt somit insbesondere das jeweilige Risiko eines Rückfalls. Dieses Vorgehen ist sehr plausibel, ist aber bisher nicht durch Studien belegt. Allerdings gibt es auch nur sehr wenige Untersuchungen neueren Datums zur Nachsorge.

Warum brauche ich für die Brustkrebsnachsorge einen Gynäkologen?

Ein Gynäkologe ist geeignet für die Nachsorge, weil die Untersuchung der Brust hier ebenso möglich ist wie auch die gynäkologische Untersuchung. Letztere ist insbesondere dann notwendig, wenn antihormonelle Therapien durchgeführt werden, da diese oft Nebenwirkungen im gynäkologischen Bereich haben.




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