Komplementäre Tumortherapie

Das Angebot von Komplemetären Tumortherapien ist schier unüberschaubar. Der Begriff „Alternative Tumortherapien“ bezeichnet zumeist die gleichen Behandlungsformen, nur dass ihr Einsatz nicht in Ergänzung, sondern an Stelle schulmedizinischer Therapien gesehen wird. Jede Patientin mit Brustkrebs wird auf andere Menschen treffen, die die eine oder andere Methode dringend empfehlen, weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben oder darüber etwas Positives gelesen haben.
Grundsätzlich gilt, dass das Interesse für komplementäre Therapien oft dem Bedürfnis entspricht, als Patientin zusätzlich selbst etwas zu tun, um gesund zu werden.  Dieser Wunsch ist etwas sehr positives. Er stößt allerdings an seine Grenzen, wenn die Frau vor lauter Ratschlägen gehetzt von Methode zu Methode eilt – weniger ist hier oft mehr.
Wenn Sie sich für eine Methode entschieden haben gibt es vieles zu bedenken. Zum einen gilt, dass keines der Verfahren an schulmedizinischen Maßstäben gemessen über eine generelle nachgewiesene Wirksamkeit verfügt. Dieses gilt für mögliche Verbesserungen der Prognose ebenso wie für vielleicht geringere Nebenwirkungen schulmedizinischer Therapien. Sie sollten also genau wissen, was Sie sich von der Methode versprechen, um dann auch prüfen zu können, ob diese Wirkung bei Ihnen auch eintritt. Zum anderen sind viele Therapien sehr teuer und werden oft nicht von den Versicherungsträgern erstattet. In diesem daher finanziell interessanten Markt gibt es leider auch sehr unseriöse  Anbieter. Überprüfen Sie sehr genau, wem Sie Ihr Vertrauen schenken. Generell gilt: Wenn Ihnen jemand ein ganz besonderes Verfahren mit gewaltigem Effekt für viel Geld anbietet – Finger weg!
Die moderne medikamentöse Therapie greift zunehmend auf sehr komplizierte Wirkmechanismen zurück. Daher ist es wichtig zu wissen, dass viele scheinbar harmlose komplementäre Präparate die Wirksamkeit schulmedizinischer Verfahren erheblich beeinflussen können. Nebenwirkungen können verstärkt werden, Wirksamkeit kann verloren gehen. Es ist daher unumgänglich, dass Sie mit Ihrem Onkologen offen über die Präparate sprechen, die Sie zusätzlich einnehmen. Ein guter Arzt wird Sie niemals geringschätzig behandeln, sondern Sie in der Achtung vor Ihrem persönlichen Weg der Krankheitsbewältigung und im Verständnis für Ihr Bedürfnis nach einer aktiven Rolle offen beraten.
Wenn Sie komplementäre Methoden alternativ, also an Stelle der Schulmedizin, einsetzen wollen, bedenken Sie bitte die nicht nachgewiesene Wirksamkeit. Sprechen Sie mit uns, lassen Sie uns auch über Ihre Ängste reden. Die letzte Entscheidung darüber, was Ihr persönlicher Weg ist, können am Ende aber nur Sie treffen.

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