Selbstuntersuchung - das können Sie selbst tun!

Wir wissen, dass Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau ist. Um optimale Heilungschancen zu erreichen ist es extrem wichtig, dass der Brustkrebs so früh wie möglich erkannt wird. Bei der Früherkennung kann jede Frau selbst helfen, indem sie ihre Brust regelmäßig abtastet.
Es werden tatsächlich ca. 80 % aller bösartigen Veränderungen der Brust von der Frau selbst entdeckt! Einige wichtige Dinge sind bei der Selbstuntersuchung zu beachten:
Das Brustdrüsengewebe unterliegt dem hormonellen Zyklus und verändert sich unter Einwirken der weiblichen Hormone Östrogen und Gelbkörperhormon. Sie können selbst beobachten, dass die Brust in der Woche vor der Regelblutung meist etwas mehr gespannt, evtl. sogar knotig und schmerzhaft sein kann. Diese Veränderungen bilden sich nach Einsetzen der Regelblutung wieder zurück. Daher ist es sinnvoll, die Selbstuntersuchung immer kurz nach der Regelblutung durchzuführen, um sich nicht von eventuellen zyklischen Veränderungen irreleiten zu lassen. Es genügt, die Brust einmal monatlich abzutasten, damit Sie eine Veränderung wie z.B. Knotenbildung auch wirklich ertasten.
Außer Knotenbildung gibt es noch weitere Anzeichen für eine Brusterkrankung: Die Einziehung einer oder beider Brustwarzen, das Austreten von Flüssigkeit aus einer oder beider Brustwarzen, eine orangenschalenartige Verhärtung der Haut, entzündliche Veränderungen sowie Einziehungen der Haut über bestimmten Bezirken der Brust.


Wie funktioniert die Selbstuntersuchung?

1. Betrachten Sie ihre Brust im Spiegel einmal bei anliegenden und noch einmal bei angehobenen Armen. Achten Sie auf Rötung, Einziehungen oder Vorbuckelungen, auf Einziehungen der Brustwarze und auf Hautveränderungen.





2. Dann tasten Sie zunächst im Stehen mit flach aufliegender Hand mit 3 Fingern (Zeige-, Mittel-und Ringfinger) jede Brust sorgfältig erst nur oberflächlich, dann bis in die Tiefe ab. Für die rechte Brust nehmen Sie die linke Hand, für die linke Brust nehmen Sie die rechte Hand. Teilen Sie hierfür die Brust in 4 Quadranten ein und tasten Sie von außen bis hin zur Brustwarze die gesamte Brust streifenförmig ab. Wichtig ist, dass Sie auch gründlich unterhalb der Brustwarze tasten und diese noch
einmal zusammendrücken, um zu überprüfen, ob Flüssigkeit austritt.

3. Nun legen Sie sich noch einmal hin. Im Liegen ist meist der untere Bereich der Brust besser zu beurteilen. Wiederholen Sie die Untersuchung, die Sie soeben im Stehen durchgeführt haben. Nun heben Sie jeweils einen Arm und tasten in der Achselhöhle, ob dort geschwollene Lymphknoten zu finden sind.



Sollten Ihnen bei der Untersuchung Unregelmäßigkeiten auffallen, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt. Bitte haben Sie vorher nicht zu viel Angst: in den meisten Fällen sind Veränderungen an der Brust harmlos.


Diese kurze, monatliche Untersuchung hilft Ihnen, eventuell auftretende Brusterkrankungen frühzeitig zu erkennen!

(Wir danken der Fa. Dr. Kade/Besins Pharma GmbH für die Überlassung der Fotos auf dieser Seite.)

(ich möchte mehr über Vorsorge lesen)


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